arbeitet als Regisseurin an der Schnittstelle von Theater, Hörspiel und Performance. 

 

Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften in Amsterdam und der Regie an der Folkwang-Universität in Essen, inszenierte sie an verschiedenen Theatern, u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Schauspiel Graz, am Staatstheater Mainz und am Jungen Theater Göttingen.

Für ihre Inszenierung „VATERLOSE“ erhielt sie den FOLKWANG PREIS FÜR DARSTELLENDE KUNST und den Regiepreis MARTA des internationalen Schauspieltreffens „Encounter“ in Brno, Tschechien. Ihr Hörspiel „Wer aus mir trinkt , wird ein Reh“ wurde zum Leipziger Hörspielsommer 2014 eingeladen. Für das Hörspielskript des Hörspiels „Pola“ erhielt sie gemeinsam mit der Autorin Daniela Dröscher und der Dramaturgin Felizitas Stilleke ein Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW.

 

Sowohl im Theater, als auch beim Hörspiel interessiert sie vor allem die Musikalität und Rhythmik aller beteiligten Elemente, sowie das Spannungsverhältnis von Sprache und Körper. 

Ihre kuratorische Tätigkeit begann 2006 mit der Gründung des KALTSTART-Festivals in Hamburg. Von 2010 bis 2012 übernahm sie die Leitung und Neukonzeptionierung der Schauspielschule „schule des theaters im theater der keller“ in Köln. In der Spielzeit 2013/14 hatte sie gemeinsam mit  dem Dramaturgen Udo Eidinger die künstlerische Leitung des Junge Theaters in Göttingen inne.

Seit Otkober 2015 ist sie
gemeinsam mit der Stadtplanerin Isabel Finkenberger künstlerische Leiterin des 2jährigen Projektes DIE STADT VON DER ANDEREN SEITE SEHEN am Schauspiel Köln.

 

Antreibendes Ziel ihrer künstlerischen Auseinandersetzungen ist es, das Prinzip der Gemeinschaft immer wieder neu zu reflektieren. Hierbei spielt die Begegnung, verstanden als ein Öffnen für den Anderen und das Fremde, eine entscheidende Rolle.

 

Eva-Maria Baumeister lebt mit ihrem Mann und ihren 2 Kindern in Köln.

 

 

 

 

 

"Für den Schauspieler wie für den Zuschauer bedeutet das gleichermaßen: keine Einfühlung/ Identifikation, sondern die Bereitschaft, Interesse für das Unbekannte aufzubringen, es anzuerkennen und sich mit dem auseinanderzusetzen, was uns möglicherweise fremd bleibt."

(H. Goebbels, "Ästhetik der Abwesenheit")

 

 

 

 

 

"Um den Zuschauer als öffentliche Gestalt zu begreifen, müssen wir ihm deshalb aus dem Theater hinaus auf die Straße folgen. Denn hier dient sein Schweigen einem allgemeineren Zweck; hier erfährt er, daß seine Art, den Ausdruck von Gefühlen zu interpretieren, zugleich eine Form der Isolation von den anderen ist; hier entdeckt er eine fundamentale Wahrheit der modernen Kultur: daß das Beharren auf dem eigenen Bewußtsein und dem eigenen Empfinden eine Abwehr gesellschaftlicher Beziehungen darstellt. Beobachtung und "Sich-Gedanken-Machen" treten an die Stelle des Diskurses"

(R. Sennett, " Die Tyrannei der Intimität")