Aktuell.

„Empathiefrei zu sein bedeutet, Teile des eigenen Ichs und der eigenen Menschlichkeit runtergefahren zu haben, sich gewappnet zu haben gegen eine gewisse Form der Verletzlichkeit. Jemanden zum Schweigen zu bringen oder sich zu weigern zuzuhören, bricht mit dem Gesellschaftsvertrag, das Gegenüber als Mensch und die Verbundenheit untereinander anzuerkennen“
Rebecca Solnit


im Februar und Mai 2020:                                VERSCHWINDENDE ORTE ODER WAS UNS RETTEN KANN

Eine musiktheatralische Choreografie über Macht und Widerstand

Mit VERSCHWINDENDE ORTE entsteht eine musiktheatralische Choreografie über unser Verhältnis zur Macht. Anhand des radikalen Verlustes, den der Abriss von 21 Orten im Zuge des rheinischen Braunkohleabbaus bedeutet, fragen wir nach der Verhältnismäßigkeit der Brachialität des Tagebaus gegenüber der vermeintlichen Machtlosigkeit der UmsiedlerInnen. Anhand von Interviews, Fieldrecordings und einer im Prozess entstehenden Komposition, erforscht das KünstlerInnenteam, dass sich aus den Genres Theater, Neue Musik, Tanz und einem Laienchor aus den Umsiedlungsgebieten zusammensetzt, was die Kraft der Stimmen und Körper der vermeintlich Schwächeren gegenüber einer scheinbar unverrückbaren Macht alles vermag.

 

"Ein beeindruckender theatraler Aufschrei zwischen verzweifelter Unmittelbarkeit, ästhetischem Kunstanspruch und Hilfslosigkeit."
choices

"Ein starker Stoff für ein engagiertes dokumentarisches Theaterprojekt. (...) Ein behutsamer Abend über das Verschwinden – von Tönen, Traditionen, Utopien."
Kölner Stadt-Anzeiger

"Die vermeintlich Ohnmächtigen haben eine Stimme und fühlen sich von der aktuellen „Hambi“-Bewegung durchaus bestärkt. Das geht nah, umso mehr, als sich Baumeister für ihre „musiktheatralische Choreografie“ nicht auf das Dokumentarische beschränkt, um nach Entmündigung, Solidarität und Widerstand, durchaus auch nach Zwiespalt zu fragen. Eine fiktive Architektin (eindringlich Fiona Metscher) spiegelt Revolte wie Resignation und entfaltet vor einer fragilen Glasharfe ihre Utopie einer besseren (Lebens) Energie."
Kölnische Rundschau


Eine Koproduktion mit dem Freies Werkstatttheater Köln

In Kooperation mit der Alten Feuerwache Köln

 

PREMIERE: 31.10.2019, ALTE FEUERWACHE KÖLN, HALLE

weitere Vorstellungen:   2. + 3. November, ALTE FEUERWACHE

                                            13. + 14. Dezember 201, ALTE FEUERWACHE 

                                            27. - 29. Februar 2020

                                            19. und 20. Mai 2020, jeweils 20.00, FREIES WERKSTATTTHEATER KÖLN

 

Gefördert von dem Kulturamt der Stadt Köln, der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen


im APRIL 2020:

Geld, wir müssen reden!

oder Der Kaufmann von Cosmopolis

Welche Rolle spielt das Geld mit mir? Bewege ich mich in einer Welt, die nicht mehr meine ist? In der - wie schon bei Shakespeare - ein Pfund Herz für 3000 Dukaten verpfändet werden kann. Und in der Börsenprogramme inzwischen Staaten über Nacht ins Chaos stürzen können. Das Geld sagt: „Du brauchst mich. Du willst mehr, mehr, mehr…“ Ich sage: „Nein. Nein. Nein.“

 

Konzept / Entwicklung / Performance:

Eva-Maria Baumeister, Carl Bruchhäuser, Laura Friedmann, Guido Rademachers, Mirka Ritter, Regina Rösing und Taro Sladek

 

PREMIERE: 22. April 2020 , FREIES WERKSTATTTHEATER KÖLN


Interview im Deutschlandfunk zu VERSCHWINDENDE ORTE ODER WAS UNS RETTEN KANN